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Hallo,  und herzlich willkommen auf meiner Internetseite. Mein Name ist Olaf und ich wurde im Jahre 1963 im  wunderschönen Städtchen Delmenhorst in der Nähe von Bremen geboren. Was, Ihr kennt Delmenhorst nicht ...?  Nun ja, da habt Ihr dann wahrscheinlich auch nicht so ganz viel verpasst. Vermutlich haben meine Eltern es genau  so gesehen, und so habe ich den größten Teil meiner Kindheit und Jugend auf der Insel Wangerooge verbracht.
© 2014 - 2017 by Olaf Mühlenbrock
Wie alles begann ... Wir schreiben das Jahr 1976 ... vor nicht allzu langer Zeit wurde in  Deutschland der CB-Funk auf sagenhaften 12 Kanälen im 11-m-  Band freigegeben und der inzwischen 13-jährige Olaf, der sich aus  unerfindlichen Gründen schon immer  für Technik interessiert hat, ist dabei,  seine Eltern davon zu überzeugen,  dass er nun unbedingt so ein neues  technisches Spielzeug benötigt.  Weihnachten dessselben Jahres ist es  dann auch so weit ... unter dem  Weihnachtsbaum finde ich tatsächlich  zwei Handfunkgeräte der Firma Stabo  in einem sagenhaften quietsch-Orange.  Hey, dies waren schliesslich die 1970er  Jahre und irgendwie war zu dieser Zeit  alles Orange ... mein Vater hatte sogar  ein Auto in dieser tollen Farbe. Ein unglaublich schrecklicher  Anblick. Nun ja, diese Zeit ging dann irgendwann auch an uns  vorbei und Gott-sei-Dank ist diese Farbe auch nie wieder in Mode  gekommen, warum wohl...? Ok, die Handfunkgeräte hatten also  neben dieser tollen Farbe auch immerhin einen ganzen Kanal (CB-  Funk Kanal 14) und eine Sendeleistung, die immerhin bis zum  anderen Ende unserer Strasse reichte. Und wie der Zufall so will,  hatte der Sohn unserer Nachbarn zu Weihnachten genau dasselbe  Funkgerät bekommen (wer weiss, vielleicht gab es zu der Zeit  nichts anderes ...) und so hatte ich dann tatsächlich schon einen  ersten QSO-Partner gefunden ... Es dauerte nicht lange, dann war  natürlich ein Gerät mit nur einem Kanal nicht mehr genug. Es folgte  also ein weiteres Handfunkgerät mit mehr Kanälen, anschliessend  wurde das Auto meines Vaters mit einem Mobilgerät ausgestattet  und nach einiger Zeit auch eine Feststation angeschafft. OK, die  Antenne auf dem Hausdach hat dann doch etwas mehr an  Überredungskünsten gekostet, aber nach einiger Zeit haben sich  meine Eltern dann doch in Ihr Schicksal ergeben. Man könnte also  nun zu den Schluss kommen, dass meine ganze Familie aktiv dem  Hobby frönte ... weit gefehlt! Feststation, Mobilgerät,  Handfunkgeräte, eine inzwischen doch recht ansehnliche  Ansammlung von Geräten und logischerweise auch Antennen...  alles meins. Inzwischen war ich immerhin schon 14 Jahre alt, da  braucht man das. Und im Rückblick kann man nur darüber staunen,  welche Toleranz meine Eltern damals an den Tag gelegt haben. Das gleiche Maß an Toleranz beweist heute übrigens meine Frau, denn  der Gerätepark und die Antennenfarm werden ja mit den Jahren  ganz bestimmt nicht kleiner ... 
Die wilden Jahre ... Es waren die wilden Jahre des CB-Funks in Deutschland und somit  die wenigen zur Verfügung stehenden Kanäle vollkommen überfüllt.  Und es kam, wie es kommen musste, irgendwann wurden auch  meine Ansprüche hinsichtlich der Reichweiten größer, also  orientierte ich mich in Richtung Amateurfunk. Aber Pech gehabt: um  auf Kurzwelle funken zu dürfen, musste man zu der Zeit eine CW-  Prüfung machen. Leider stellte es sich heraus, dass ich in Sachen  CW vollkommen talentfrei war (hat sich leider bis heute nicht  geändert) und so hatte sich dieses Vorhaben leider sehr schnell  erledigt. Blieb noch die damalige Lizenzklasse C, aber mit der  durfte man nur im VHF/UHF Bereich arbeiten und das war ja nicht  das, was ich wollte. Also, was tun ...? Da gab es doch noch so  einen kleinen Frequenzbereich zwischen dem CB-Funk und dem  10-m-Amateurfunkband... Über die erfolgreichen Aktivitäten der  kommenden Jahre decken wir an dieser Stelle dann einmal den  Mantel des Schweigens ...  Es wird ruhiger ... Das Ende der Schulzeit nahte. Wenn schon kein Funkamateur sein,  dann doch wenigstens das Hobby zum Beruf machen. Es folgten 12  sehr interessante Jahre bei der Bundeswehr, wo ich im Bereich der  Fernmeldeaufklärung nicht nur mein Hobby zum Beruf machen  konnte, sondern auch viele Funkamateure kennenlernte. Nach meiner Dienstzeit ging es dann wieder zurück auf die Insel  Wangerooge, wo ich dann zusammen mit meiner Frau viele Jahre  im Tourismus tätig war, in dieser Zeit viel Arbeit hatte und wenig  Zeit, mir über den Amateurfunk Gedanken zu machen. Jetzt aber ... Und dann passierte es eines Tages: es kamen die ersten Gerüchte  auf, dass für die Inhaber der 'kleinen' Lizenz, die bisher nur im  VHF/UHF Bereich arbeiten durften, nun einige Bereiche auf  Kurzwelle freigegeben werden sollten. DAS war der große Moment,  in dem diese Lizenzklasse nach vielen Jahren nun doch für mich  interessant wurde. Also, Fragenkatalog besorgt, Fragen studiert, als einfach erkannt, zur Prüfung angemeldet, problemlos bestanden ...  und dann hatte ich es doch tatsächlich - mein eigenes Rufzeichen  DO7OM. Hat gar nicht so lange gedauert, vom ersten CB-Funkgerät bis zum fertigen Funkamateuer nur etwas mehr als 25 Jahre ... geht  doch, hätte schlimmer kommen können. 
Viele Jahre später - die Geschichte geht weiter ... Wie die Zeit vergeht ... jezt sind es schon mehr als 9 Jahre, in denen ich mit meinem Rufzeichen auf den Bändern unterwegs bin. Manchmal hat mich  die Beschränkung auf nur einige Kurzwellenbänder schon gestört, aber eigentlich habe ich mich damit ganz gut arrangiert. Besonders dann, wenn ich  mir den Fragenkatalog für die Prüfung zur “großen” Lizenz angesehen habe und von den Fragen und Schaltplänen einfach erschlagen wurde, schoss  mir der Gedanke durch den Kopf :”Das begreifst du nie ...”. Und schon war der Fragenkatalog auch schon wieder im Schrank verschwunden.  Und dann kam im Sommer 2015 mal wieder alles zusammen: Ferienzeit, relative Ruhe in der Firma, so dass ich nach Feierabend recht entspannt  zuhause ankam. Ein Bastelprojekt, das ich gerade in Angriff genommen hatte, wurde durch den laaaangen Poststreik ausgebremst, weil die bestellten  Bauteile in irgendeinem Verteilzentrum zwischen Millionen anderer Pakete vor sich hin gammelten und wochenlang nicht bei mir eintrafen. Mit anderen  Worten, es machte sich eine gewisse Langeweile breit. Es war mal wieder an der Zeit, einen Blick in den Fragenkatalog zu werfen - dieses Mal aber  richtig ... Also, die Papierversion erstmal ignoriert und das Lernprogramm AfuP heruntergeladen, das mir schon bein letzten Mal gute Dienste geleistet  hatte. Insgesamt nur knapp 1100 Fragen, mal sehen, was geht. Also jeden Abend ein knappes Stündchen an den Computer gesetzt und einfach nur  die Fragen beantwortet, die mir machbar erschienen. Nach 2 Wochen das große “Aha-Erlebnis”: 55% aller Fragen richtig beantwortet. Das hätte ich  nicht gedacht, dann geht mit etwas Lernen auch mehr ... eine Woche später: 80% der Fragen richtig beantwortet. OK, wann und wo ist der nächste  Prüfungstermin? Die Bundesnetzagentur in Bremen ist leider nicht mehr zuständig; schade, die sind nur 500 Meter von meiner jetzigen Arbeitsstelle  entfernt, wäre schön gewesen. Siehe da, der 19. September, ein Prüfungstermin an einem Samstag, das ist doch nett. In Dortmund? Naja, sind ja  auch nur etwa 300Km, geht schon. Kurzerhand angerufen, eine sehr nette Dame am Telefon sagt mir “die zuständigen Mitarbeiter sind im Urlaub”,  klar, muss ja auch mal sein. 14 Tage später, neuer Anruf, ja, sind noch Plätze frei. Anmeldung per email? Sicher, kein Problem. Eine Stunde später  kommt schom eine Antwort per email: Unterlagen haben wir erhalten, alles Weitere kommt per Post. Und das ist eine Bundesbehörde? Nett,  freundlich, unkompliziert und schnell ... Wahnsinn! Am nächsten Tag der nächste Schock: der Brief mit der Bestätigung für meinen Prüfungstermin liegt  bei mir im Briefkasten ... unglaublich, aber wahr. So, noch 7 Wochen Zeit, um zu Lernen. Nach 4 Wochen kann ich die Fragen nicht mehr sehen ... ok,  mann muss ja auch nicht jeden Abend was tun ... also die Lerntätigkeit fast auf Null runtergefahren, was jetzt im Kopf drin ist, bleibt da auch.   Der Tag der Prüfung ist gekommen, ich treffe total entspannt und gut gelaunt in Dortmund ein (ok, ich war total nervös, aber das würde ich nie  zugeben). Wir ( ca. 30 Prüflinge) werden nett und freundlich begrüßt, im Aufenthaltsraum stehen Kaffee, Wasser und Gebäck für uns bereit. Es ist für  die Dienststelle der Bundesnetzagentur in Dortmund die erste Prüfung seit vielen Jahren, so erzählt man uns. Man hat das Gefühl, sie freuen sich  wirklich darüber, hoffen, dass alles klappt, sind dementsprechend hochmotiviert und fast genau so nervös, wie wir... alles läuft super, die ganze  Prüfung ist toll durchorganisiert. Wir bekommen die Ergebnisse ruckzuck mitgeteilt und bekommen auch umgehend unser Wunschrufzeichen und die  Lizenzurkunde in die Hand gedrückt. Alles in allem ein erfolgreicher Tag.  Herzlichen Dank an die Bediensteten der Bundesnetzagentur in Dortmund für das Engagement, die nette und freundliche Art und natürlich auch dafür,  dass man uns die Gelegenheit gegeben hat, die Prüfung am Wochenende ablegen zu können. 
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